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02.02.2016

Schnelles Internet für Tailfingen

Albstadt - Schon im April soll in Tailfingen mit dem Breitbandausbau begonnen werden. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat einem breit angelegten Beschlussvorschlag zugestimmt – wenn der auch noch Verbesserungsbedarf birgt "FTTP" ist in aller Munde, steht für "Fibre to the Building" und damit für "Glasfaser bis zum Haus". Das soll nun auch in Albstadt Einzug halten, gehört der Zollernalbkreis doch schon seit 2012 zur "Modellregion Breitbandausbau", zusammen mit den Kreisen Reutlingen und Tübingen. Im Auftrag der Drei hat die Geo Data GmbH aus Westhausen die Versorgungssituation eruiert, hat geprüft, welche Anbieter wo vertreten sind und welche In­frastrukturen für schnelle Datenleitungen bereits bestehen. Das war die Basis für die Planung eines überörtlichen Glasfasernetzes, die derzeit an die aktuellen Entwicklungen angepasst wird. 

Ihre Breitbandstrategie für Margrethausen und Lautlingen hat die Geo Data nicht weiter verfolgt, weil die beiden Stadtteile – ebenso wie Pfeffingen und Ebingen – von einem VDSL-Ausbau der Telekom profitierten, die nun im Vorwahlbereich "07431" einen Vectoring-Ausbau plant, während gleichzeitig die Glasfasernetz-Planung weiter verfolgt wird und in Neubaugebieten sowie bei Straßenbaumaßnahmen Leerrohre verlegt werden. 

In Tailfingen, wo Bauarbeiten in der Stadtmitte anstehen, werden ebenfalls Leerrohre für die Glasfaseranbindung verlegt. Geo Data hat den Auftrag für ein umfassendes Netzkonzept für einen Bereich mit 280 Hausanschlüssen: zwischen der Petruskirche, der Goethestraße, der Martin-Luther-Straße und der Bauernscheuer. 

Doch wie bei vielen anderen Themen läuft es auch hier: Die Bundesregierung gibt ein Ziel vor – Breitbandversorgung mit 50 Mbit pro Sekunde bis 2018 – und die Kommunen müssen es umsetzen, was in der Modellregion bereits geschieht. Weil seit August ein Förderprogramm des Landes in Kraft ist, können jetzt auch Landkreise beim Bau von Breitband-Glasfasernetzen unterstützt werden – mit 90 Prozent der förderfähigen Kosten für Planungen. 

Kommunen hoffen auf Synergieeffekte
In punkto Kostenrabatt, Zuschüsse und Fachwissen hoffen die Gemeinden im Landkreis auf Synergieeffekte, zumal mit zunehmender Netzgröße die Chance steigt, dass einer oder mehrere Betreiber sich dafür finden und die Kommunen für den Betrieb der kommunalen Netzinfrastruktur Pachtgeld erhalten.

Der Zollernalbkreis ist für 24 Kommunen dem Verbund "Komm.Pakt.net" beigetreten, der sie beim Breitbandausbau unterstützt, und will das Breitband-Glasfasernetz überall ausbauen, wobei noch geklärt werden muss, wie die Investitionskosten, die nicht nur Zuschüsse abgedeckt sind, finanziert werden.

Nächster Schritt ist dann die Feinplanung als Basis für die Ausschreibung. Jene für die Feinplanung selbst soll noch im Frühjahr 2016 veröffentlicht werden. Der Kreis hat angeboten, die FTTB-Planung für alle seine Kommunen auszuschreiben, was der Gemeinderat Albstadt mit einstimmigem Beschluss in seiner jüngsten Sitzung goutiert hat. 

"Ein Schritt in die richtige Richtung", kommentierte CDU-Stadtrat Olaf Baldauf, bedauerte aber, dass die Stadt "leider nur 50.000 Euro" an Haushaltsmitteln bereitstellt. Außerdem bat Baldauf, selbst Unternehmer, darum, "Tempo aufzunehmen und bei der Suche nach weiteren Netzbetreibern dran zu bleiben: "Mehrere Anbieter beleben das Geschäft."

Karina Eyrich, 02.02.2016, Schwarzwälder Bote

November 2015

Land fördert Glasfaser in Rot an der Rot und Schwendi

Minister Alexander Bonde (vorne Mitte) überreichte die Zusschussbescheide an die Bürgermeister (v. l.) Günther Karremann (Schwendi), Christopher Eh (Dietenheim), Robert Balle (r.; Rot an der Rot) und Thomas Wonhas (2. v. r.; Tannheim). Landrat Dr. Hei (Foto:SZ- Gerd Mägerle) 

Biberach sz Damit der Breitbandausbau vorangeht, hat Alexander Bonde, Minister für Ländlichen Raum, am Freitag im Landratsamt Zuschussbescheide für zwei interkommunale Projekte überreicht. Die Gemeinen Rot an der Rot und Tannheim erhielten 2,3 Millionen Euro und die Gemeinde Schwendi zusammen mit der Stadt Dietenheim 464100 Euro, um ein Breitbandnetz aufzubauen. Im Fall von Schwendi/Dietenheim sollen noch weitere rund 1,4 Millionen Euro vom Land fließen. Das Geld stammt aus sogenannten „Breitband-Offensive 4.0“, die die Landesregierung im Sommer gestartet hat. 

Sein Haus sei heute zwar nur Gast- und nicht Zuschussgeber, sagte Landrat Dr. Heiko Schmid zu Beginn, der Landkreis sei aber inzwischen dabei, die Breitbandversorgung mit Blick auf das ganze Kreisgebiet zu planen (die sogenannte „Backbone-Planung“). Einige Gemeinden wie Rot an der Rot und Schwendi hätten sich bereits auf den Weg gemacht und die Planung bereits selbst vorangetrieben. Er sei deshalb froh darüber, dass dies vom Land finanziell unterstützt werde. 

Auf den Gemarkungen von Rot an der Rot und Tannheim, insgesamt rund 95 Quadratkilometer, sollen – gegliedert in vier Bauabschnitte – rund 32 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden, um auch die Teilorte der beiden Gemeinden an das schnelle Internet anbinden zu können, erläuterte Rots Bürgermeister Robert Balle dem Minister. „Das ist auf unserer großen, ländlich strukturierten Gemarkung nicht einfach und bedeutet einen hohen Aufwand.“ Die Planungen seien inzwischen abgeschlossen. „Deshalb sind wir froh über das Geld, das wir vom Land bekommen, und wollen zügig mit dem bau beginnen“, so Balle. Die Investition sei notwendig, um Gewerbebetriebe am Ort halten und attraktive Baugebiete anbieten zu können. Über den Betreiber des Glasfasernetzes werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. 

Dierektanbindung für Schulen

Das Ausbauprojekt in Schwendi/Dietenheim ist in drei Bauabschnitte gegliedert, wovon der erste nun vom Land bezuschusst wird. Die Zuschussbescheide für die beiden weiteren sollen aber noch vor Weihnachten kommen, kündigte Minister Bonde an. Angeschlossen ans Glasfasernetz werden die Hauptgemeinde Schwendi sowie deren Teilorte und der Dietenheimer Teilort Regglisweiler. „Auch alle Schulen in den Teilorten erhalten eine Direktanbindung“, sagte Schwendis Bürgermeister Günther Karremann. Für rund 2,45 Millionen Euro werden etwa 33 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Der Gemeindeanteil an den Gesamtkosten beträgt lediglich 350000 Euro. „Darüber bin ich sehr froh“, so Karremann. Mit dem ersten Bauabschnitt wurde bereits begonnen, die weiteren sollen nächstes Jahr folgen. Wer das Netz betreibt, wird später entscheiden. 

Bonde bezeichnete eine schnelle Internetverbindung als wichtiges Merkmal einer guten Infrastruktur. „Wir müssen dafür sorgen, dass der ländliche Raum so gut ausgestattet ist, wie die Städte.“ Baden-Württemberg liege bei der Versorgung inzwischen in der Spitzengruppe der Bundesländer, „aber wir brauchen die Versorgung flächendeckend. Auch da, wo der freie Markt versagt“. Das Land werde weiter Mittel für den Ausbau bereitstellen, „entscheidend ist, dass die Kommunen den Förderrahmen auch nutzen“.

Schwäbische Zeitung, 27.11.2015

Fair / Events / Appointments


Workshop SBR-net Consulting AG

24 September 2016

"State strategies for broadband expansion in Austria, Germany and South Tyrol", at the Parkring Hotel, Vienna

Programme

Aalener Industriemesse - AIM for students

19 October 2016 at Aalen University (Hochschule Aalen)

This annual fair with about 140 exhibitors has been organised by students since 1994. It is primarily aimed at the students and professors at Aalen University but also attracts many visitors from the surrounding regions.

www.aim-for-students.de

Langmatz Broadband Symposium and Open House, Garmisch-Partenkirchen

15/16 March 2017

An event with about 300 participants from Germany and other European countries to discuss exciting topics to do with the development and marketing of broadband networks.

www.langmatz.de