Gigabitförderung 2026: Neue Chancen für kommunale Infrastrukturprojekte
Die Gigabitförderung 2026 unterstützt Kommunen, Landkreise und öffentliche Träger beim Glasfaserausbau.
Daniela Schwaderer
29. Juni 2026

Leistungsfähige digitale Infrastrukturen sind längst ein entscheidender Standortfaktor – für Unternehmen, Verwaltungen, Schulen, medizinische Einrichtungen und private Haushalte. Mit dem neuen Förderaufruf zur Gigabitförderung 2026 unterstützt das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung den Ausbau moderner Glasfasernetze insbesondere dort, wo ein privatwirtschaftlicher Ausbau allein nicht wirtschaftlich ist.

Für Kommunen und Gebietskörperschaften eröffnet sich damit ein wichtiges Zeitfenster: Vom 1. April 2026 bis zum 15. September 2026 können Anträge für Infrastrukturprojekte gestellt werden. GEO DATA unterstützt öffentliche Auftraggeber dabei, Fördervorhaben strategisch vorzubereiten, technisch sauber zu planen und effizient in die Umsetzung zu bringen.

Welche Infrastrukturprojekte werden gefördert?

Gefördert werden Infrastrukturprojekte zum Gigabitausbau. Antragsteller können zwischen zwei bewährten Fördermodellen wählen: dem Wirtschaftlichkeitslückenmodell und dem Betreibermodell.

Wirtschaftlichkeitslückenmodell

Beim Wirtschaftlichkeitslückenmodell wird die Differenz zwischen den erwarteten Einnahmen und den Kosten eines privatwirtschaftlichen Netzbetreibers gefördert. Dieses Modell kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn der Ausbau in einem Gebiet für Telekommunikationsunternehmen wirtschaftlich nicht tragfähig wäre, aber aus Gründen der Daseinsvorsorge und Standortentwicklung notwendig ist.

Betreibermodell

Im Betreibermodell errichtet der öffentliche Antragsteller passive Infrastruktur, die anschließend durch privatwirtschaftliche Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze genutzt wird. Förderfähig sind dabei die Ausgaben für die Errichtung der passiven Infrastruktur abzüglich des Barwertes der erwarteten Pachteinnahmen.

Förderfähige Maßnahmen im Überblick

Zu den förderfähigen Maßnahmen zählen insbesondere Tiefbau- und Infrastrukturleistungen, die den Ausbau gigabitfähiger Netze ermöglichen.

  • die Ausführung von Tiefbauleistungen mit Verlegung von Leerrohren,
  • die Ausstattung von Leerrohren mit Glasfaserkabel,
  • die Bereitstellung von Schächten, Verzweigern und Abschlusseinrichtungen,
  • die Mitverlegung von Leerrohren bei ohnehin geplanten Erdarbeiten,
  • die privatwirtschaftliche Mitverlegung von Leerrohren im Rahmen geförderter Ausbauprojekte.

Gerade die Kombination aus gefördertem Ausbau und Mitverlegung bietet Kommunen die Chance, Synergien zu nutzen, Baukosten zu reduzieren und Infrastrukturprojekte langfristig effizienter zu gestalten.

Förderhöhe und Förderquote

Für Infrastrukturprojekte können bis zu 40 Millionen Euro pro Maßnahme bereitgestellt werden. Die Bundesförderquote liegt je nach Steuerkraftmesszahl der betroffenen Region in der Regel bei 50 Prozent, in Ausnahmefällen bei 60 oder 70 Prozent. Damit können insbesondere finanzschwächere Regionen stärker unterstützt werden.

Zudem gibt es zahlreiche Landesförderprogramme, die die Förderquote des Bundes nochmals aufstocken, so dass eine Gesamtförderquote von bis zu 90 Prozent möglich ist.
Für Antragsteller ist es deshalb wichtig, frühzeitig zu prüfen, welche Förderquote für das jeweilige Projektgebiet gilt und welche Kosten als zuwendungsfähig anerkannt werden können.

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind Gebietskörperschaften, in denen das jeweilige Projektgebiet liegt. Dazu gehören insbesondere Kommunen, Landkreise, kommunale Zweckverbände, rechtlich selbstständige Bezirke in Städten sowie andere kommunale Zusammenschlüsse nach dem jeweiligen Kommunalrecht der Länder. Auch Unternehmen in ausschließlich öffentlicher Trägerschaft können antragsberechtigt sein.

GEO DATA als Partner für Gigabitprojekte

GEO DATA begleitet Kommunen, Landkreise und öffentliche Träger bei der Planung und Umsetzung digitaler Infrastrukturprojekte. Von der Analyse des Projektgebiets über die technische Konzeption bis zur Unterstützung bei Förder- und Vergabeprozessen bringen wir Erfahrung, Fachwissen und praxisnahe Lösungen ein.

Unser Ziel ist es, den Glasfaserausbau effizient, wirtschaftlich und zukunftssicher zu gestalten, damit leistungsfähige digitale Infrastruktur genau dort entsteht, wo sie gebraucht wird.

Fazit: Jetzt Förderchancen nutzen

Die Gigabitförderung 2026 bietet Kommunen und öffentlichen Trägern eine wichtige Möglichkeit, den Glasfaserausbau gezielt voranzubringen. Mit Förderquoten von bis zu 90 Prozent und einem klar definierten Antragszeitraum lohnt es sich, geplante Infrastrukturprojekte jetzt auf Förderfähigkeit zu prüfen. 

Sie sind bereits in Vorbereitung der Antragsstellung oder möchten prüfen, ob Ihre Kommune von der Gigabitförderung profitieren kann? GEO DATA unterstützt Sie bei der fachlichen Vorbereitung, technischen Planung und Umsetzung Ihres Ausbauvorhabens.

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